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Book

Reise nach Czernowitz

Erinnerungen auf ICON classic

Buch "Reise nach Czernowitz"
»Reise nach Czernowitz« – ein Reisetagebuch der besonderen Art auf ICON Classic.

In einem sehr persönlichen Buch beschreibt Susanne Hanus eine Drei-Generationen-Reise in die Heimatstadt ihrer Großmutter, die diese durch die Umsiedlung 1940 verlassen musste. Mit Zeichnungen, Aquarellen, Textauszügen aus Tagebüchern aller drei Reisenden und Fotografien manifestierte sie schließlich ihre Erlebnisse in einem atmosphärischen Buch und wählte hierfür ICON Classic rough white.

Mehr als eine Reise …

Im Jahr 2008 brach Susanne Hanus gemeinsam mit ihrer Großmutter und ihrem Vater nach Czernowitz auf, um ihren Wurzeln nachzuspüren. Auf dem Weg brachte die Künstlerin dabei ihre Eindrücke in Aquarellen und Zeichnungen zu Papier – ein Festhalten des Augenblicks. Auch ihre Mitreisenden führten Tagebücher, welche in Auszügen in der Dokumentation zu finden sind.


Vor dem Elternhaus ihrer Großmutter führte sie wiederum ein Installationsprojekt fort, das sie im Jahr 2000 für den öffentlichen Raum konzipierte: Ihre »Verstrickungen« verändern gewöhnliche Orte auf faszinierende Weise und laden zum Hinterfragen ein – Parkbänke werden von ihr ebenso bespielt wie ganze Räume. »Bei den Verstrickungen, die ja häufig unerwartet im Stadtraum entstehen, geht es mir auch um die Überraschung und Irritation. Nicht einzuordnende Dinge laden im besten Fall zu Toleranz und Gedankenspielen ein. Für mich ist dieses Projekt die Sichtbarmachung von Beziehungen, Abhängigkeiten oder auch historischen Verflechtungen. Deshalb ist die Verstrickung vor dem Elternhaus meiner Großmutter und deren Wiederholung im Erinnerungsort BADEHAUS Wolfratshausen-Waldram in derselben Farbigkeit ein besonders gelungenes Beispiel dafür«, so Susanne Hanus.

Von der Ausstellung zum Buch

Zurück in der Heimat kuratierte Susanne Hanus all ihre Erinnerungsstücke für eine Ausstellung – Bilder, Objekte und Installationen wurden von persönlichen Texten begleitet. Wie kam es aber schließlich zum Buch? »Da sich wenige Menschen die Zeit nehmen, mehr als eine Stunde stehend handschriftliche Texte zu lesen, empfand ich ein Buch als die geeignetste Form der Präsentation. So können alle Interessierten den Inhalt ungestört, in Ruhe und in eigenem Tempo aufnehmen«, erzählt die Künstlerin. In Karen Weinert (Ausstellungsraum bautzner69 & publish&print Verlag, Dresden) fand sie für die Umsetzung eine kreative Sparringspartnerin, die den Satz und die Bildbearbeitung übernahm. Stoba-Druck sorgte wiederum für ein sattes Druckbild auf ICON Classic rough white (150 g/qm): »Das offene, leicht weiß gebrochene Papier eignete sich für die Zeichnungen und Aquarelle von Susanne Hanus besonders gut und ließ sich mit dem ausgewählten Bilderdruckpapier für die Dokumentationsfotos gut kombinieren«, erzählt Karen Weinert. Mit einer roten Fadenbindung gelang zudem ein reizvolles Detail, das die Umschlaggestaltung sprichwörtlich weiterspinnt: »Sie ist optisch schön und nimmt die rote Linie auf, mit der die Reiseroute auf dem Cover angezeigt wird – von Aschaffenburg über Görlitz, Seidenberg, Lemberg nach Czernowitz in die Ukraine und von dort über die Slowakei und Tschechien zurück«, so Susanne Hanus.

Ein besonderer Reisebericht, in den man gerne eintaucht und der neugierig macht – bestellt werden kann das Buch unter www.hesperusprint-shop.de.


Wir sprachen mit der Autorin und Künstlerin Susanne Hanus über ihre Intention und künftigen Pläne

Was kann in Ihren Augen ein gedrucktes Medium leisten, das im Digitalen nicht vermittelt werden kann?
Ein Buch vermittelt Ruhe und Zeitlosigkeit und hat eine unwiderstehliche Präsenz in der Realität. Ich kann sicher sein, dass ich es in meinem Bücherregal wiederfinde, und ich kann es als Objekt einer anderen Person zeigen oder geben. Die Farbdarstellung ist immer gleich und nicht in jedem Computer anders. Die Bildgröße ist immer gleich und muss nicht klitzeklein oder als Ausschnitt wahrgenommen werden, wie auf einem Handy.


Sie sind in Ihren künstlerischen Ausdrucksformen sehr vielfältig – ist es immer die Idee, die Sie leitet, oder lassen Sie sich durchaus auch von der jeweiligen Technik inspirieren?
Ich denke, dass mein Ausgangspunkt meistens Erfahrungen, Beobachtungen oder Themen sind, mich innerhalb eines Arbeitsprozesses aber schon auch die Technik zu künstlerischen Ergebnissen führt.

Eine utopische Frage: Unbegrenzte Zeit, unbegrenztes Budget – was würden Sie gerne künstlerisch verwirklichen?
Vor allem mehr Zeit wäre schön. An dem Recherchebuch habe ich schon großen Gefallen gefunden. Ich würde mir ein anderes Thema suchen, erneut reisen und zeichnen und Ausstellungsformate und ein Buch entwickeln. Mit mehr Zeit würde es dann eventuell auch nicht wieder 17 Jahre dauern…