Mit einer nahezu rein typografischen Spielzeitbroschüre präsentiert die Staatsoperette Dresden ihr kulturelles Angebot in neuem Gewand. Farbkräftig, dynamisch und in einem kompakteren Format konzipierte Romy Sorber mit ihrem Studio sorber gestaltet den Relaunch des Magazins und verlieh der Kommunikation des Hauses eine jüngere und zeitgemäßere Anmutung. Auch die Papierwahl wurde sorgfältig getroffen: Mit ICON Classic lässt sich die Bühnenwelt auch haptisch reizvoll erkunden.



Eine typografische Entdeckungsreise: Romy Sorber realisierte einen frischen Look für das Spielzeitheft der Staatsoperette Dresden auf ICON Classic.
Handlich, bunt und lebendig
Für die Spielzeitsaison 2024/25 wünschte sich die Staatsoperette Dresden eine Neugestaltung ihres Magazins, das zwar die bekannten Rubriken, Stilelemente und Schriften beibehalten, aber die Dynamik des Hauses in frischem Look vermitteln sollte. Unter dem Motto ›Das Leben ist ein Cabaret‹ begann Romy Sorber zunächst damit, den Inhalt zu verschlanken und ein handlicheres Format (170 x 240 cm) für das hochwertige Druckprodukt zu konzipieren. »Es ist ein scheinbar vollkommen neues Heft – aber dann wiederum auch nicht. Bewährte Elemente kehren wieder, die Hausschriften finden Anwendung, die gewünschte Verspieltheit bleibt jedoch erhalten. Alles zieht sich zusammen und verdichtet sich auf das Wesentliche – das Programm und die Angebote der Staatsoperette Dresden – dem ›Broadway in Dresden‹«, so die Designerin.


Inhalte haptisch erleben: ICON Classic verträgt auch hohen Farbauftrag und überzeugt mit eleganter, matter Oberfläche.
Typografie im Mittelpunkt
Wunsch des Kunden war es ebenso, eine rein typografische Umsetzung zu entwickeln. Mit viel Fingerspitzengefühl und sichtlichem Spaß am spielerischen Umgang mit Schrift und Lettern, lässt Romy Sorber die Hausschriften – Bodoni und Trade Gothic – fast schon selbst auf den Seiten tanzen. Dabei spationierte sie die Bodoni etwas enger und verwendete sie ausschließlich als Minuskeln oder in Versalien. Sowohl als Schmuckelemente auf Trennerseiten als auch in Kombination mit der Fließschrift ergibt sich Seite für Seite ein harmonisches und eigenständiges Schriftbild, das die Leichtigkeit und Bühnenatmosphäre der Staatsoperette gestalterisch aufgreift.



Rhythmus durch Farbe und Raster – sorber gestaltet realisierte den farbstarken Auftritt.
Kontraste schaffen Welten
Da die Broschüre nahezu vollständig auf Bildwelten verzichtet – eine Ausnahme sind lediglich Porträtfotos bei Interviews sowie das Ensemble-Foto –, übernimmt das Farbkonzept eine zentrale Rolle in der Spielzeitbroschüre. »Meine Idee war, die Schwarzweiß-Inhalte mit zwei Pantone-Farben zu kombinieren, die gut im Kontrast zueinanderstehen«, erzählt Romy Sorber. Ebenso prägend war die Entscheidung für ein kompakteres Format, wie sie erläutert: »Handlicher sollte es sein und durch den Verzicht auf große Bilder und einige Inhalte, auch nicht zu dick werden. Daher war auch die Wahl eines Papiers entscheidend. Der Magazinrücken ist nun bei 100 gebundenen Seiten nur sieben Millimeter stark. Zudem sollte das Papier hochwertig wirken und haptisch ansprechend sein – weich und nicht speckig, matt und darüber hinaus den hohen Farbauftrag vertragen.« Die Wahl fiel schließlich auf ICON Classic in 300 g/qm für den Umschlag sowie 100 g/qm für die Innenseiten, die von der Druckerei Thieme exzellent bedruckt und weiterverarbeitet wurden. Die hohe Opazität und die angenehme Haptik von ICON Classic unterstützen dabei das typografische Konzept: Die kräftigen Pantone-Farben wirken brillant, während die matte Oberfläche für eine hochwertige Anmutung sorgt.
Nun lässt sich ebenso temporeich durch »opulente Operetten, schmissige Musicals und einmalige Revuen« blättern, wie das Haus selbst sein Programm beschreibt.